Und immer noch – der Plan funktioniert

Ich hatte ja schon mal ganz begeistert davon geschrieben, dass ich trotz Regen und Sturm joggen gegangen war, einfach weil ich mir in der Runtastic App einen Trainingsplan runtergeladen hatte und an dem Tag war nun mal 40 min laufen angesagt. Da führte kein Weg dran vorbei. 😉

Aber gestern, gestern war es wirklich heftig. Blödes nass-kaltes Wetter, totale Müdigkeit und gar gar gar keine Lust. 1 h 15 min war die Vorgabe und ich habe länger damit verbracht rumzuhadern, ob ich nun gehen soll oder nicht als ich dann tatsächlich laufen war. Aber wieder war es der Trainingsplan, der das unmögliche möglich gemacht hat. Denn morgen und übermorgen schaff ich es auf gar keinen Fall zum laufen, also bleibt nur noch der Sonntag und in meiner App hatte ich diese Woche aber noch 2 Läufe vor mir. Ich MUSSTE also gehen und tat es auch. *stolzbin* Schnell waren das Mötzchen und ich nicht. 7,7 km. Aber immerhin. Sind 7,7 km mehr als wir normalerweise zurückgelegt hätten an so einem Tag.

Der Trainingsplan umfasst 16 Wochen und ich bin jetzt in Woche 3. Ich hoffe, ich halte weiter so gut durch. Je mehr Hundesport dazu kommt (und das merkt man jetzt schon ganz heftig), desto weniger Zeit hab ich einfach für andere Dinge und die zu erjoggenden Zeiten werden ja auch nicht kürzer. Aber trotzdem, so eine nette elektronische Spielerei, die aus dem IPhone kommt, ist doch immer was ganz besonderes. Was das IPhone sagt, muss man irgendwie machen. Das ist ja dann nicht einfach blöd auf irgendein Blatt gekritzelt. Nein, es hat Wert und muss priorisiert werden. Hahaha. Die Welt ist verrückt… 😉

Die richtige Leine

Ach, was kann dieses Luxusproblem schwierig sein. Tag und Nacht zerbricht man sich den Kopf. Für den Alltag hatte ich nun meine Art und meine Länge gefunden. Glücklicherweise hab ich die liebe Mandy, die mir alle Extrawünsche erfüllt. <3

Aber nu gehts los. Samstag erstes Turnier. Vor einigen Monaten hatte ich mir von Mandy schon eine schöne Meterleine aus Paracord knüpfen lassen. Mit Handschlaufe und Karabiner, sodass ich Nanu mit der Leine auch mal unkompliziert am Zaun anklippen kann. Aber die Praxis zeigt. Für den Zaun hab ich ja doch immer noch meine normalen Leinen dabei und der Schlüsselring am Ende, wo man die Leinenenden zusammenbinden kann, der fehlt. Ich habs ja so gewollt. Aber nun muss ich damit leben, dass ich ewig tüddele um die Leine an und ab zu bekommen. Keine Lösung. Später hatte ich mir 2 tolle farblich unglaublich schick abgestimmte Hollandleinen gekauft. Ich hab damit Zergeln geübt und sie immer nur in Nanu-Aktiv-Phasen umgemacht. Hat geklappt. Sobald Nanu die Leine umhatte, war sie in Spiellaune. Aber dann war diese dicke Kordel doch immer störend und ich war wieder mal auf der Suche nach einer Alternative. Lemmys alte Sachen wurden durchkramt. Eine schöne kurze Lederleine (hilfe, ich hab gar kein Halsi dazu!) ohne Handschlaufe. Zum Laufen echt schön. Aber zum umbinden für die Freifolge Mist. Dann fand ich sie – Lemmys BH-Leine. Auch braunes Leider (also immer noch kein passendes Halsi), dafür aber Handschlaufe und Befestigungsring und die perfekte Länge. ich glaube, ich hatte mir damals extra eine etwas kürzere machen lassen. die hat so 85-90 cm.

Aber nun kommts. Dieses ganze Gesuche hätte ich mir nämlich sparen können. Alle Leinen haben einfach einen zu großen Karabiner. Mist. Nanu schlägt jedes Mal mit den Knien dagegen beim Laufen. Dabei sind das schon Mini-Karabiner. Also laufe ich heute in den Bastelladen um die Ecke, kaufe einen leichten Schlüsselanhänger-Karabiner und binde irgendeine Strippe dran. Na das hätte ich auch früher haben können!

RallyObedience

Vor inzwischen fast 5 Jahren bin ich mit Lemmy mal auf einem RO-Turnier gestartet. Weil Frauchen an einem Schild in die falsche Richtung rannte, wurde wir disqualifiziert. Heute sind die Regeln da etwas anders.

Eigentlich bin ich absoluter Obedience-Fan, noch mehr sogar englisches Obedience, weil die Fußarbeit dort einfach einen höheren Stellenwert hat und das kommt meinen eigenen Prioritäten natürlich sehr entgegen. Nur ist es leider so, dass Nanu vielleicht nicht allen Eigenschaften von Natur aus mitbringt, die man als erfolgreicher und vor allem freudiger Obi-Hund so haben sollte. Sie ist toll, gar keine Frage und wir haben beim Training enorm viel Spaß zusammen, aber so ganz ohne Prüfung als Ziel, fehlt mir die Motivation. Aber ob sie jemals eine FCI-Prüfung schaffen wird, das bezweifle ich im Moment noch ein bisschen. Wir werden sehen. Erstmal liegt unser Hauptaugenmerk auf dem engl. Obi. 4 Prüfungen sind fest geplant dieses Jahr und mal schauen, was noch dazu kommt.

Lemmy dagegen macht im Moment eigentlich immer nur noch Physio-Übungen und Tricks. Das ist zwar eine nette Auslastung aber irgendwann auch einfach langweilig.

Man kann es sich denken, was jetzt kommt. Der Gedanke, mit RO mit beiden anzufangen setzte sich immer mehr im meinem Kopf fest und inzwschen ist das Regelwerk 1 mal ausgedruckt und durchgelesen und Pläne sind geschmiedet, wann man mal trainieren könnte. Theoretisch müssten beide Hunde die Üungen können. Muss nur noch Frauchen die Schilder lernen. 🙂 Es geht ja nun darum mal ein bisschen Spaß zu haben, vielleicht mal auf einem Turnier zu starten und vor allem Nanu noch ein paar positive Prüfungserlebnisse zu verschaffen. So der Plan. Schaden wird es uns jedenfalls nicht. 😉

Doch die Schilddrüse?

Letzte Woche war ich ja nun in der Tierklinik Celle mit Lemmy. Die Ärztin war sehr nett und vor allem kompetent. Sie hat sofort gesehen, was ich mit „er läuft komisch“ meinte und das zu sagen, war nicht mal nötig.

Wir haben erst überlegt, ob sein Stress und seine Überdrehtheit vielleicht sogar mit seinem ledierten Bewegungsapparat zusammenhängen könnten und ob ein CT und die entsprechende weitergehende Behandlung evtl. wirklich auf beide Baustellen Einfluss hat. Um sicher zu gehen wurde ihm aber nochmal Blut abgenommen und die Schilddrüsenwerte überprüft. Und siehe da. Alles unteres Drittel und zT sogar unterhalb der Grenze. Jetzt werden wir wohl doch eine erst sehr geringe Medikation versuchen und schauen, ob sich in der Zeit sein Verhalten ändert und er wieder etwas mehr zur Ruhe kommen kann. Es wäre ihm (und mir) zu wünschen. <3

Es ist wie es ist

Viele Änderungen meiner Jahresplanung überschatten die letzte Woche. Angefangen hat es am Donnerstag Nachmittag noch auf der Arbeit. Ab 01.02. werde ich einen anderen Arbeitsbereich aufgrund akuten Personalmangels unterstützen. Das, was ich tue, mach ich seit 2009. Seitdem sitz ich im gleichen Büro mit dem gleichen Kollegen auf dem Flur, auf dem ich gefühlt schon immer war. Im ersten Moment war ich doch sehr geschockt, dass ich für einige Monate wechseln soll. Doll jetzt, wo alles gesackt ist und die neuen Kollegen für nett befunden sind, freu ich mich doch irgendwie auf die neue Aufgabe.

Seit einigen Monaten plane ich in unserem Verein das erste Agility-Turnier und seit einigen Wochen unser Obedienceturnier. Wenn man sowas noch nie gemacht hat und ehrlicherweise noch nie ein Agi-Turnier von nahem gesehen hat, dann ist das wirklich eine Menge Arbeit. Wo bekommt man einen Richter her? Welchen kann man nehmen? Wie wird der Fristschutz beantragt? Was ist mit den fehlenden Geräten? Kann man die irgendwo leihen? Verhandlungsgespräche mussten geführt werden, Helfer mobilitsiert und in allen Portalen Werbung gemacht werden. Welches Programm ist das Beste? Soll da Melden über Webmelden passieren? Webmelden ist nicht gerade benutzerfreundlich. Es hat mich 2 oder 3 Anrufe und mindestens 2 Stunden gekostet, unser Turnier überhaupt dort reinzubringen.

Nun hat es im Verein in der letzten Jahreshauptversammlung aber einige Veränderungen gegeben und nun musste befürchtet werden, dass diese großen Projekte nicht mehr realisiert werden können. Also wurden die beiden Turniere gestrichen. Nehmt also den letzten Absatz und spult ihn einfach wieder zurück. Das hat fast genauso lang gedauert, nur dass ich diesmal wusste, wer meine Ansprechpartner sind.

Nun könnte man darüber meckern, dass die viele Arbeit umsonst war. Und ja klar, das ist auch schade. Aber andererseits ist es nicht so, dass ich mich an den Wochenenden nun langweilen müsste. 2 Tage nach der Entscheidung beides abzublasen, ist mein Kalender schon wieder prall gefüllt. Das neue Hundesportjahr wird toll! 🙂

Ein Plan

Ich bin ein bisschen stolz auf mich. Phase 1 Tag 2 sah für gestern joggen vor. Naja… Wer in Braunschweig war, der weiß, was ich meine, wenn ich sage, es war „leicht“ ungemütlich. Noch dazu war Frank nicht da und deshalb mussten auch ALLE Hunde mit. Lemmy fand diese Idee wirklich mehr als blöd. Aber zusammen haben wir uns durch Regen und Pfützen gekämpft und unsere 1 h Jogging geschafft. Was so ein bisschen schwarz-auf-weiß-Plan alles ausmacht. Ich wäre sonst ganz sicher nie auf die Idee gekommen überhaupt nochmal vor die Tür zu gehen, wenn es nicht sein müsste. 🙂

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Verhext

Also dieses Jahr läuft es für mich und meine erhofften Seminar-Termine ja wirklich ganz dumm. Es ist wie verhext und ich bin langsam leicht frustriert deswegen.

Meine Lieblingsholländerinnen geben im April in Essen ein Seminar mit anschließendem Wettkampf im Englischen Obdience. An dem Wochenende haben wr natürlich unser Agility-Turnier in Lengede. Warum hatte ich mir letztes Jahr doch gleich in den Kopf gesetzt, dass ich sowas unbedingt ausrichten will?
Im Juni kommt dann Kamal Fernandez nach Deutschland. Im Moment gibt es wirklich niemanden, bei dem ich lieber trainieren möchte. 3 x dürft ihr raten. An dem Wochenende haben wir in Lengede das Obedience-Turnier geplant. Ahhhhh!
Auch im Juni kommt dann die berühmte Susanne Jaffa aus England nach Hannover und wer wird an dem Wochenende 30 und „muss“ Geburtstag feiern? Mmh…

All das wusste ich ja nun schon ein paar Wochen. Aber gestern kam dann der Obergau. An diesem Wochenende ist Diane Martin in Nürnberg. Mehr oder minder durch einen Zufall war ich auf die Warteliste gelangt, aber meine Chancen standen schlecht. Also hab ich irgendwann für Training und Züchterbesuch zugesagt. Ich schrieb ja bereits darüber. Und was passiert? Ein Platz für alle 3 Tage wird frei und ich wäre soso gern dabei gewesen. Will ich doch dieses Jahr endlich zumindest im englischen Obi ein paar Prüfungen laufen und kann ich doch zu den anderen Terminen schon immer nicht. 🙁 Einfach ärgerlich. Ich hoffe, das bleibt nicht das ganze Jahr so.

Das Sorgenkind

Über Lemmy schreibe ich in letzter Zeit recht wenig. Aber das liegt auch daran, dass wir in vielen Dingen eingeschränkt sind. Er wirkt zwar fit und geht auch artig mit joggen, aber das eirige Laufen, was er früher nur ab und an mal gezeigt hat, sehe ich inzwischen jeden Tag. Laut Röntgen ist seine Hüfte nicht die beste und das ist auch die wahrscheinlichste Ursache laut TA. Schmerzen scheint er jedenfalls nicht zu haben also erspare ich ihm vorerst tiefergehende Untersuchen. Was hab ich auch für eine Wahl? Der nächste Schritt wäre ein CT inklusive Narkoserisiko und natürlich ohne Versprechen, dass die Ursache auch gefunden wird. Sonst hätte ich das schon längst gemacht.

Außerdem ist er in vielen Situationen immer öfter absolut gestresst, weiß dann gar nicht wohin mit seiner Energie, springt alle Leute wirklich wehement an (also viel schlimmer als sowieso schon), kläfft Menschen und Hunde an, aber gar nicht aus „Aggression“. Vielmehr hab ich das Gefühl, dass das mehr sein Ventil ist um sich über etwas Luft zu machen und Stress abzubauen. Vor 2 Jahren wir mir ja schon mal so eine Verschlimmerung aufgefallen aber mit Behandlung durch homöopathische Mittel, haben wir das wirklich gut in den Griff bekommen. Leider sind wir scheinbar an der nächsten Stufe angelangt und ich werde diesmal wohl mehr tun müssen. Die Blutwerte sind genommen. Da ist soweit alles ok. Nächsten Donnerstag fahren wir zur Tierklinik nach Celle. Dort ist eine Tierärztin, die sich wohl unter Anderem viel Ahnung von Verhaltensveränderungen aufgrund von Schilddrüsenproblemen hat. Mal sehen, was sie zu unseren Problemen sagt.

Parallel werde ich wieder weiter an bestimmten Entspannungstechniken arbeiten. Isometrische Übungen, Verknüpfung eines Duftes mit Ruhe und Entspannung (später kann der Duft dann auf ein Halstuch aufgetragen und somit auch im Alltag verwendet werden), Klick für Blick und alles, was mir noch so einfällt. Ich hoffe, das ich Lemmy so etwas Stress nehmen kann.

Phase 1

Es ist vielleicht nicht die realistischste Idee, die ich je hatte, aber es schadet auch nicht, es zu versuchen.

Nach dem Erfolg vom Wochenende, wo wir ja nun Freitag zur Probe und Sonntag ganz offiziell 10 km gelaufen sind, müssen neue Ziele her. Schaut man auf die klugen Lauf-Trainingsplan-Ersteller hab ich 2 Möglichkeiten: entweder ich arbeite an meiner wirklich miserablen Zeit (woran ich wohl wenig Spaß hätte; ich hoffe noch, dass die Geschwindigkeit irgendwann ganz von allein kommt) oder ich stelle mich dem Halbmarathon (21 km). Also hat Christin frohen Mutes einen Laufplan aufs Handy geladen und versucht den jetzt so gut es geht zu befolgen.

Woche 1:
1. Training: 40 min langsam Laufen – check!
2. Training: 1 h langsam Laufen (Donnerstag)
3. Training: 1,5 h langsam Laufen (Samstag)

Ich bin gespannt, was dabei rauskommt und ob ich (und die Hunde nach dem Training dann natürlich auch) nach 16 Wochen dann wirklich einen Halbmarathon bestreiten kann.

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